Studie enthüllt: Plug-in-Hybride sind viel dreckiger als gedacht!

Plug-in-Hybride galten lange als Hoffnungsträger der Mobilitätswende. Weniger CO2, mehr Flexibilität – klang zu gut, um wahr zu sein. Doch jetzt zeigt eine neue Studie, dass diese Fahrzeuge deutlich schmutziger sind, als viele dachten. Und das könnte große Folgen haben – für die Umwelt, für Verbraucher und für die gesamte Autoindustrie.

Was sind Plug-in-Hybride – und warum gelten sie als umweltfreundlich?

Plug-in-Hybride, kurz PHEV (für Plug-in Hybrid Electric Vehicle), sollen das Beste aus zwei Welten bieten. Man kann sie an der Steckdose laden, aber auch mit Kraftstoff tanken. Elektrisch unterwegs sein im Alltag, mit dem Benzinmotor in den Urlaub fahren – das klingt nach einer smarten Lösung.

Laut offiziellen Labortests stoßen sie deutlich weniger CO2 aus als herkömmliche Diesel oder Benziner. Genau deshalb werden sie von Herstellern gern als grüne Alternative vermarktet. Aber wie sieht es auf der Straße wirklich aus?

Neue Studie bringt harte Fakten ans Licht

Die Organisation Transport & Environment (T&E) hat Daten aus dem Realbetrieb von über 127.000 Plug-in-Hybriden aus dem Jahr 2023 ausgewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd:

  • Im Alltag stoßen die Autos im Schnitt 135 Gramm CO2 pro Kilometer aus.
  • Das ist beinahe so viel wie bei einem klassischen Verbrenner.
  • Die erwartete CO2-Ersparnis von 75 % schrumpft in der Realität auf nur 19 %.
  • Sogar im Elektrobetrieb verbrauchen Hybride noch 3 Liter Benzin pro 100 Kilometer.
  • Das entspricht im Schnitt 68 Gramm CO2 pro Kilometer – weit über dem, was Labortests zeigen.
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Warum ist der Unterschied zwischen Labor und Straße so groß?

Die Tests unter Idealbedingungen gehen von einem hohen elektrischen Fahranteil aus – etwa 84 Prozent. Doch die Studie zeigt: In der Praxis liegt dieser Wert bei nur 27 Prozent.

Ein Grund dafür ist technischer Natur: Viele Hybridmodelle haben nicht genug elektrische Leistung, um bei höheren Geschwindigkeiten oder an Steigungen rein elektrisch zu fahren. Dann springt automatisch der Motor an.

Besonders überraschend: Modelle mit großer E-Reichweite verbrauchen oft mehr Kraftstoff. Der Grund? Größere Batterien machen die Fahrzeuge schwerer – und das erhöht den Verbrauch.

Versteckte Kosten – ein Nachteil für Verbraucher

Neben den Umweltproblemen gibt es auch finanzielle Folgen. Laut T&E zahlen Besitzerinnen und Besitzer von PHEVs im Schnitt 500 Euro mehr pro Jahr als gedacht – durch höheren Verbrauch und größere CO2-Abgaben.

Was viele also als klimafreundlich und sparsam kaufen, entpuppt sich als teure Mogelpackung.

Folgen für die Autoindustrie: Politik unter Druck

Die Studie kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Die EU will ab 2035 nur noch neue Autos zulassen, die keinen CO2-Ausstoß mehr haben. Die Autolobby kämpft jedoch dafür, dass bestimmte Hybride weiter zugelassen werden.

Unter dem Schlagwort „Technologieoffenheit“ fordern Hersteller und Politiker – darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz – Ausnahmen für PHEVs. Die Begründung: Schutz der deutschen Autoindustrie.

Doch T&E-Geschäftsführer Sebastian Bock warnt: Plug-in-Hybride seien ein “trojanisches Pferd”. Sie würden das Erreichen der EU-Klimaziele gefährden und dringend notwendige Investitionen in echte Elektromobilität ausbremsen.

EU reagiert mit strengeren Regeln

Die Europäische Umweltagentur (EEA) stellt inzwischen eine wachsende Lücke zwischen Testwerten und Praxiswerten fest. Deshalb soll in Zukunft der sogenannte Nutzfaktor statt geschätzter Werte real gemessene Daten berücksichtigen.

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Das erhöht den Druck auf Hersteller. Denn je schlechter PHEVs abschneiden, desto mehr reine E-Autos müssen verkauft werden, um Flottengrenzwerte einzuhalten.

Globales Wettrennen um die Zukunft

Während Europas Hersteller sich noch über Ausstiegsszenarien streiten, setzen chinesische Autohersteller zunehmend auf vollelektrische Fahrzeuge – und gewinnen weltweit Marktanteile.

Die Studie gibt einen klaren Hinweis: Wer auf veraltete Technik setzt, gefährdet nicht nur das Klima, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit.

Fazit: Plug-in-Hybride – mehr Schein als Sein

Was als Kompromiss zwischen Verbrenner und Elektro gedacht war, entpuppt sich nun als Problemauto. Hoher Verbrauch, hohe Emissionen, versteckte Kosten – Plug-in-Hybride haben ihren grünen Anstrich verloren.

Für Verbraucher heißt das: sorgfältig hinschauen, bevor man kauft. Und für die Politik: klare Regeln und Mut zur echten Wende. Denn irgendwann lässt sich der Rückstand nicht mehr aufholen – weder beim Klimaschutz noch im Wettbewerb.

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Felix K.
Felix K.

Felix K. ist ein leidenschaftlicher Gärtner und [Gartenexperte](https://www.gartenambiente-kaminski.de). Er hat einen Abschluss in Landschaftsgestaltung und verbringt seine Freizeit damit, neue Pflanzen und Gartentechniken zu entdecken. Seine Artikel richten sich an Hobbygärtner und bieten praktische Tipps für die Pflege und Gestaltung von Gärten.